Theorie und Methodik

Grundsätzliches

Georadar, Ground Penetrating Radar, GPR, Wurzelradar oder Bauradar sind alles Bezeichnungen für eine im Kern gleiche Methode. 

Sie alle stehen für eine zerstörungsfreie und ungefährliche Untersuchungsmethode, mit der schnell und kostengünstig verschiedenste Dinge lokalisiert werden können.

 

  

 


Theorie

Bei Georadarmessungen werden elektromagnetische Wellen in den Boden eingestrahlt, die an Grenzflächen oder Objekten mit unterschiedlichen dielektrischen Eigenschaften teilweise oder ganz reflektiert werden. Das reflektierte Signal wird mittels einer Empfängerantenne registriert, gespeichert und kann dann anhand von sogenannten "Radargrammen" ausgewertet und interpretiert werden.

 

Wichtige dielektrischen Eigenschaften sind die Permittivität und die Leitfähigkeit. Erstere ist ein Maß für die Durchlässigkeit eines Materials für elektrische Felder und letztere gibt an, wie stark das Signal im Untergrund gedämpft wird. 

 

Die Frequenz der verwendeten elektromagnetischen Wellen liegt in der Regel zwischen 100Mhz bis 3Ghz, sie liegt also im Bereich der kurzen Radiowellen. 

 

 


Methodik

Je nach Fragestellung kommen unterschiedliche Antennen zur Anwendung. Grundsätzlich gilt: Je höher die Frequenz, desto kleiner ist die Antenne und desto höher die Ortsauflösung. Allerdings haben hochfrequente Antennen eine geringere Eindringtiefe als niederfrequente. Man kann also mit einer hochfrequenten Antenne nicht so tief "schauen" wie mit einer niederfrequenten. Deswegen ist die Wahl einer auf die Fragestellung optimierten Antenne wichtig.

 

In der Regel wird die Sender-Empfänger Einheit des Georadars entlang von Profillinien über den Boden geführt. Wird eine Fläche durch mehrere Profile abgedeckt, so können diese am Computer verknüpft werden um eine 3D Darstellung des Untergrundes zu generieren.